Wie wirkt sich die aktuelle Mietpreisbremse auf die Immobilien in Berlin aus?

Wer profitiert von der aktuellen Mietpreisbremse in Berlin? Die Mietpreisbremse hat mehrere Seiten, die je nach Zugehörigkeit zu einer gewissen Gruppe, als Vorteil, oder als Nachteil aufgefasst werden kann. Deshalb stellt sich die Frage, wer von der Mietpreisbremse profitiert.

Diese Frage ist jedoch sehr einfach zu beantworten. Die positiven Auswirkungen sind fĂĽr zwei Gruppen spĂĽrbar. Zum einen profitieren viele Mieter von dieser Mitpreisbremse, da somit die Mieten bezahlbar bleiben.

Ein weiterer Gewinner in diesem Fall, ist die Gruppe der Menschen, die in Immobilien Investieren wollen, da durch die Mietpreisbremse auch das stetige Wachstum der Immobilienpreise gebremst wird, da die Rendite von vermieteten Immobilien somit recht gering ist, was das Interesse der meisten Investoren hemmt. Dadurch lässt die Nachfrage nach und die Kaufpreise sinken.

FĂĽr wen hat die Mietpreisbremse negative Auswirkungen?

Die negativen Auswirkungen der Mietpreisbremse sind hingegen weitreichender. Durch die geringere Rendite, werden Immobilien für Vermieter weniger rentabel. Deshalb wird weniger Geld in die Renovierung und Erhaltung der Immobilie gesteckt. Dadurch wird die Substanz der Immobilien auf Dauer leiden, da viele Vermieter durch das Aufschieben von Wartungsarbeiten Geld sparen möchten, um ihre Rendite zu erhalten. Somit bekommen die Handwerker weitaus weniger Aufträge, um die Immobilien zu erhalten.

Die geringere Rendite hat außerdem eine große Auswirkung auf den Verkaufspreis. Durch die Deckelung der Miete und somit der Rendite für den Vermieter, bleiben die Immobilienpreise gleich, oder sinken sogar, wodurch der Verkauf unattraktiv wird, sofern man den eigenen Immobilienbedarf reduzieren möchte. Durch die im Verhältnis zu den vorherigen Jahren, hohen Immobilienpreise, sind im Durchschnitt Renditen von lediglich bis zu 3% zu erwarten. In der Vergangenheit waren Renditen von 6% keine Seltenheit, wodurch sich das Vermieten als sehr rentabel erwiesen hat.

Dies bedeutet, dass alle alten Preise für Immobilien in Berlin gehörig durcheinander gewirbelt werden und keine Gültigkeit mehr besitzen.

Warum greift der Staat in die Mietpreisentwicklung ein?

In den letzten Jahren wurden Immobilien immer beliebter. Dies liegt daran, dass die Zinsen auf das eigene Guthaben, so wie auf Kredite, auf einem Tief angelangt sind. Durch die anfangs geringen Immobilienpreise und verhältnismäßig gute Rendite, war es sinnvoll, in Immobilien zu investieren. Durch die steigende Nachfrage erhöhte sich auch der Preis der Immobilien. Um die prozentuale Rendite gleich zu halten, werden die Mietpreise erhöht. Um dieser Spirale ein Ende zu setzen und weiterhin bezahlbaren Wohnraum verfügbar zu haben, musste der Gesetzgeber eingreifen. Dies geschah durch die Mietpreisbremse und soll einen weiteren Anstieg der Mieten verhindern.

Die Konsequenzen dahinter wurden jedoch nicht berücksichtigt, da die Mietpreisbremse eine viel größere Auswirkung auf mehrere Faktoren hat, als nur gegen die steigenden Mietpreise vorzugehen. Somit haben auch Handwerker, Käufer und die Immobilien selbst darunter zu leiden. Auch ohne diesen Eingriff des Gesetzgebers hätte es früher oder später ein Einpendeln des Mietpreises aufgrund von Leerstand gegeben. Dies hätte sowohl zur Reduzierung der Mieten, wie auch der Immobilienpreise zur Folge.

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